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Neue Ziele

14 Mai

Weisen Linux-Wissen nach. Die LPIC-1 bis LPIC-3 Prüfungen.

Ich bin seit 1997 in der IT. Seitdem bin ich auch mit Linux in Kontakt. Angefangen hatte es damals bei einer Suse 4.4.1. Später wechselte ich zu Debian, welchem ich heute noch treu bin. Mein Arbeitstag besteht zu 80% aus Arbeiten, die auf der Linux-Shell zu erledigen sind. Ich bin in der Lage einen Mail-, Web-, oder FTP-Server aufzusetzen, kann einen Samba-Server administrieren, oder Daten per Rsync synchronisieren.

Problematisch wird es nur, wenn man wie ich, sein Linux Wissen aus Learning by doing Aktionen bezogen hat. Die notwendige Tiefe fehlt dann nämlich einfach. Wenn es damals noch ausreichte das man einem potentiellen Arbeitgeber sagte “Ich habe Ahnung von Linux”, so will er heutzutage aber Beweise in Form von Zertifikaten sehen. Diese habe ich aber nicht und so sind meine Linux-Jahre allesamt nichts wert. Dazu kommt noch, das mir wirklich die Linux-Tiefe fehlt. Ich weis zwar, wie die Dinge funktionieren, kann aber im Zweifelsfall nicht genau sagen, wieso sie das überhaupt tun. Ich habe Ahnung von ziemlich vielen Linux-Anwendungen, kenne aber keine einzige bis ins Detail.

Die Lösung? Ich muss mir das notwendige Tiefenwissen erarbeiten und es schlußendlich auch mal zertifizieren lassen, um zu schauen wo ich stehe. Den Anfang werde ich mit der LPIC-1 Prüfung machen. Die ist sowas wie die Prüfung für Linux-Basiswissen. Die sollte ich eigentlich schnell erarbeitet haben. Danach kommt die LPIC-2, welche schon anspruchsvoller ist. Für die werde ich einiges pauken dürfen. Die letzte, LPIC-3, ist die kürzeste, aber auch die schwerste von allen.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Wer weiß? Vielleicht mache ich noch das ein oder andere Microsoft-Zertifikat.

 
 

1 Monat

03 Mai

Photosession mit Rocco in Haßlinghausen.

Nach dem Kauf des Scirocco kamen mir erste Zweifel. Musste das wirklich sein? Hätte ich mir das nicht verkneifen können? War es an der Zeit den Opel abzulösen, oder hätte ich ihn noch einige Zeit fahren sollen? Das Gefühl hatte ich bislang bei jedem neuen Auto. Bohrende Fragen und Zweifel. Der Fakt, das ich den Astra auch behalten habe, macht die Sache nicht leichter. Schließlich sehe ich ihn fast jeden Tag, wenn meine Freundin damit bei mir vor fährt.

Einer der Beweggründe für den Kauf des Roccos war, das ich endlich mal ein Auto fahren wollte, das nicht schon x andere Halter im Brief stehen hatte. Außerdem war ich in meinem ganzen Leben nur Opel gefahren. Es war auch mal an der Zeit für etwas anderes. Ein anderer waren die Wehwechen, die mein Opel immer hat. Schließlich ist es ein Baujahr 1998- Also nicht mehr der jüngste. Da geht ein Verschleißteil nach dem anderen drauf.

Davor wollte ich eine Zeit lang Ruhe haben. Mit dem erst 3 Jahre alten Scirocco habe ich das nun. Dazu kommt ein echt klasse Fahrkomfort, eine super Verarbeitung (bis auf die leise klappernde Heckklappe) und ein schickes Konzept. Auch wenn meine Freundin meint, das er von hinten aussieht wie ein Frosch. Ich mag den Rocco und habe de Kauf bislang nicht bereuen müssen.

Wo VW allerdings gelogen hat, ist beim Verbrauch. Ich habe es bislang noch nicht geschafft, das Dual-Zwangsbeatmete 1.4 Liter Aggregat mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer zu bewegen. 8,5 bis 9.0 sind da eher die Regel. Aber immerhin besser als mein Astra. Der säuft im Stadtverkehr durch die von Dbilas eingebaute Leistungssteigerung mal eben locker 10 bis 12 Liter auf 100 Kilometer weg.

Glück hatte ich, was den Motor angeht. Der 1.4 TSI ist dafür bekannt, das er sehr anfällig ist. Abgerissene Kolben sind da keine Seltenheit. Es hat bei VW Jahre und den Einsatz von Auto-Bild gekostet, dem Problem auf den Grund zu gehen und es vor allem zuzugeben. Ein Fabrikationsfehler bei den Steuerketten verursachte ein Überspringen der selbigen, was dann zu einem kapitalen Motorschaden führte. Zwar spricht VW noch von “Einzelfällen”, dennoch ist das Problem gefunden und wurde an meinem Rocco bereits behoben. Mein Motor ist also erst mal sicher.

Mein Fazit nach einem Monat Scirocco: Ich bin sehr zufrieden. Und wenn ich die Lust verspüre mal wieder ein tiefergelegtes und lautes Gokart zu fahren, brauche ich nur in meinen Astra hüpfen.

 
 

Laptop > MacBook > Laptop

18 Apr

Mein ASUS G60HJ JX016V. Ist mir lieber als ein Mac.

Einige von Euch werden mein altes Acer Aspire 8735G Notebook noch kennen. Den dezenten 18,4″ Laptop mit FullHD Auflösung und BluRay Laufwerk. Was soll ich sagen? Das Teil wurde mir Langweilig und mit seinem Intel Core2Duo Centrino war es auch nicht mehr das schnellste. Ich wollte schon lange mal eines dieser hippen Apple Macbooks ausprobieren. Wenn alle auf die Teile fliegen, muss da ja was dran sein.

Kurzerhand tauschte ich den 2009er Laptop gegen ein 2008er Macbook. 18,4″ gegen lumpige 13″. beide lagen zu ihrem Kaufdatum im selben Segment. Der Acer €999.- und der Apple €990.-. Ein fast fairer Tausch also. Kaum zuhause setzte ich mich voller Vorfreunde vor das hippe, weiße Macbook, schaltete es ein um dann festzustellen, dass dieses Teil genau so viel rockt wie ein normaler 350 Euro Laptop ohne alles aus dem Aldi. Da hatte mein Acer aber mehr zu bieten. Für den Preis eines Highclass Gaming Laptop bekommt man bei Apple das, was Notebook Hersteller als Netbook für 250 Mäuse verticken.

Das arme Gerät schaffte es grad so eben ruckelfrei ein Youtube Video bei 480p abzuspielen. Grund dafür war die pornöse Grafikkarte von Intel (x3100) mit ihren absolut im trend liegenden 144 MB Speicher. Alles über 480p war gar nicht erst zu schaffen. Per WLAN schaffte das müde Teil es nicht mal, ein DivX von meinem Samba Server abzuspielen, ohne dabei Schnappatmung zu bekommen und vor sich hin zu ruckeln. Kurzum: Das Teil ist nichts anderes als hochwertig verarbeiteter und leider auch total veralteter Kernschrott. Apple hat es schon immer gut verstanden seinen Jüngern Kunden alte Hardware in aufwendig designten Gehäusen anzudrehen.

Sicherlich ist ein Macbook von 2008 nicht als Referenz zu den heutigen Macbooks zu nehmen, aber mein Testobjekt wurde gegen ein etwa gleichaltes und gleich teures Notebook getestet. Was soll ich sagen? Das Notebook hat das Macbook regelrecht vernichtet.

Einzige Pluspunkte waren tatsächlich das MacOS X Lion, welches sich herrlich bedienen lies. Kein Treibergefriemel, keine bösen Überraschungen. Das Ding funktioniert einfach und ist sehr Anwender und Dau-Freundlich. Auch die Verarbeitung des Gerätes ist unschlagbar, aber es ist ja bekannt, das die Jungs und Mädels in Cupertino eher durch Design von sich reden machen, als durch technische Neuerungen. Da kann sich jedenfalls so mancher Laptop-Bauer schon eine Scheibe von abschneiden.

Aber all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, das man bei Apple für extrem viel Geld, alte Hardware ohne besondere Fähigkeiten bekommt, die einem PC nicht überlegen ist. Lediglich das Betriebssystem bringt etliche Vorteile mit sich. Die wiegen aber nicht so schwer, als das sich der Umstieg auf einen Mac wirklich lohnen würde. Ich bin kein Apple-Hater, finde aber das ein Mac oder ein iPhone wirklich etwas für die sogenannten “Hipsters” sind. Also nichts für Bastelbirnen wie mich.

Das Macbook hatte ich schon nach einem Tag satt und habe es über eBay Kleinanzeigen sofort an den Mann bringen können. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, das man für ein solches Teil alles  geboten bekommt. Schon 5 Minuten nachdem ich das Ding inseriert hatte, trudelten die abstrusesten Tauschangebote ein. Einer wollte mir eine X-Box 360 mit 10 Spielen, einen PC und eine Königspsython bieten – WTF? Das mir keiner seinen Erstgeborenen oder seine Frau angeboten hat, war eigentlich alles. Sobald man etwas von Apple zum Verkauf hat, rennen einem die Leute regelrecht die Bude ein. Es war unfassbar.

Am Ende tauschte ich das Macbook gegen einen ASUS G60J JX016V. Ein Gamer Laptop aus dem Jahre 2010 mit Intel Core i7 Quadcore Prozessor, 4 GB Ram, 640 GB (auf zwei SATA Platten) und einer NVIDIA GTX 260M Grafikkarte. Das Teil kann gut was. Spiele wie Mass Effect 3, BF3 und MW5 sind mal absolut kein Problem auf dem Teil. Selbst EVE Online kommt mit den krankesten Grafikeinstellungen problemlos mit guten 80 FPS daher.

Und mal ganz ehrlich… Ich stehe auf beleuchtete Tastaturen *ggg* Haben aktuellen Macs zwar auch, aber….neee. Ich bleibe erst mal beim normalen PC/Laptop. Für ein Apple-Produkt bin ich nicht Hip genug.

 
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Knispomat

26 Mrz

Eine schöne Szene. Drei Volkswägelchen vor dem Kalkwerk

Vor kurzem kaufte ich mir ja endlich eine digitale Spiegelreflex-Kamera. Als Trendhure muss man solch ein Ding ja unbedingt haben, sonst gehört man mit seiner 14 Megapixel Point & Shoot Knipse schnell nicht mehr dazu. Nein, mal im Ernst. Gegen eine DSLR sieht eine handelsübliche Digitalkamera ziemlich alt aus. Ich stieß mit meiner in den USA gekauften DSC-W370 schnell an deren Grenzen und bewunderte immer wie Bekannte es schafften so viel aus ihren Bildern heraus zu holen. Alle hatten sie eine DSLR.

Am letzten Wochenende schien endlich so richtig schön die Sonne. Ich nahm das zum Anlass um mit der Nikon und meinem neuen Auto zum Kalkwerk Dornap zu fahren und vor der schönen Kulisse einer Industrieruine. Mir von der Partie waren dann auch meine Freunde Marcel und Topper, die sich mit Golf V und einem Scirocco R noch dazugesellten.

Dieses Bild ist nur eines von insgesamt 34. Ich habe noch sehr viel zu lernen, weil ich mal absolut keinen Plan von Fotografie habe, aber irgendwie hat es mir das Motiv angetan. Ich brauche aber definitiv noch ein bis zwei seperate Objektive. Mit dem Kit-Objektiv (18-55mm) stößt man sehr schnell an die Grenzen des machbaren.

Die Schönwetter-Periode hat ja grad erst angefangen. Ich habe also viel Zeit zum ausprobieren.

 
 

Früüüüüühling

23 Mrz

Ich habe lange auf ihn gewartet. Den Frühling.

Endlich ist es soweit. Die Sonne lässt sich nach einem zugegeben echt lauen und müden Winter wieder öfters blicken. Temperaturen um die 20 Grad wurden bereits erreicht. Ich bin begeistert. So lasse ich mir die globale Erwärmung gefallen. Ehrlich gesagt, bin ich froh das es dieses Jahr nicht geschneit hat und die Frost-Periode auch nur sehr kurz war. Ich bin eben eine bekennende Frierhippe.

Pünktlich zum schönen Wetter sind auch die Sommerreifen auf dem Rocco und dem Astra aufgezogen. Es kann also los gehen. Morgen wird erst mal dem teutonischen Brauchtum gehuldigt. Bedeutet: Es wird das Auto gewaschen und anschließend wird totes Tier auf offenem Feuer hergerichtet. Es wird also gegrillt.

In meinem Bekanntenkreis hat sich in den letzten Monaten echt sehr viel getan. Jede menge Leute haben Nachwuchs bekommen. Herzlichen Glückwunsch nachträglich an Marcus & Janine, sowie  an Markus und Sarah für die erfolgreiche Reproduktion und das Ende einer neunmonatigen Fertigungszeit für die neuen Erdenbürger. Diverse andere sind ebenfalls guter Hoffnung. Da ich aber nicht weiß ob die das schon publik gemacht haben, halte ich mal lieber meine Klappe und nenne keine Namen. Nicht, das ich noch etwas verpetze, was noch geheim sein soll.

Den Sommerurlaub in Spanien und den Winterurlaub in den USA habe ich zugunsten meines Sommerurlaubes 2013 abgesagt. Ich fliege stattdessen im Sommer 2013 wieder nach St. Charles/MO und bleibe wieder knappe 4 Wochen dort. Die USA im Winter zu bereisen wäre bestimmt auch eine schöne, aber in diesen Breitengraden sehr kalte Erfahrung geworden. Da ich ja, wie ich schon schrieb, nicht gern friere, entschied ich mich stattdessen 2013 noch mal eine Runde zu schwitzen und am Mark Twain Lake die Angel in den See zu halten.

Was den Rocco angeht. Ich werde die ganze Zeit gefragt, ob der denn nun so bleibt, wie ich ihn bekommen habe. Dazu sage ich nur: Naja, er kommt 35mm tiefer. Dann ist erst mal Schluss mit Tuning. Ob noch etwas zu ändern ist, wird die Zeit zeigen. Der Wagen ist ja von Haus aus schon schön sportlich designed. Da muss man nicht mehr großartig nachhelfen, finde ich.

 
 

Konvertit

15 Mrz

Der erste Nicht-Opel. Mein neuer Scirocco TSI.

Leute, die mich kennen werden es kaum fassen. Die Stimmung in meinem Freundeskreis schwankt zwischen hysterischer Freude bis hin zu ungläubigem Kopfschütteln. Gerrit, der ewige Opel-Fahrer und einer der letzten Ritter, welche die Opel-Fahne in der Schlacht hoch hielten, begann Verrat an der Marke und hat sich einen VW gekauft. Einen Scirocco TSI, um genau zu sein.

Warum ein neues Auto und warum dann einen VW und keinen Opel mehr? Ich brüte schon seit einem knappen Jahr über dem Gedanken, das es mal an der Zeit ist, etwas neues auszuprobieren. Ich wollte mal etwas fahren, was nicht schon 150.000 KM auf dem Tacho und 5 Vorbesitzer im Brief stehen hat. Seit 1997 fahre ich nun (sehr) gebrauchte Fahrzeuge von Opel. Angefangen bei einem 1988er Kadett E über den Astra F schließlich am Ende zum Astra G. Alles in allem waren alle für eine kurze zeit echt schöne Autos. Aber irgendwann fangen die Kisten einfach nur noch an Geld zu kosten. Es geht kaputt, was kaputt gehen kann. Der Motor fängt an Öl zu schlucken wie Werner Wernersen sein Feierabend-Bierchen. Die Autos werden halt alt. Es klappert, rappelt, ölt und quietscht wo es nur geht. Die Sehnsucht nach etwas ruhigem, das nicht rappelt, klappert oder komische Geräusche von sich gibt (Ja, ich bin bekennender Geräusche-Hypochonder) war einfach zu groß.

Warum VW und kein Opel? Nun, das Leben ist zu kurz um nur eine Marke zu fahren. Ich will auch mal was neues probieren. Die Auswahl traf ich aufgrund meines Budgets. Ein Mercedes? Hey, dafür verdiene ich nicht genug. Einen BMW? Nein danke. Das überlasse ich den Leuten, die da unbedingt drin sitzen möchten. Die Fahrzeuge von VW haben mich überzeugt. Sie sind gut verarbeitet und optisch brauchbar. Opel hat auch aktuell nichts im Programm, das mich auch nur ansatzweise reizen könnte. Der Astra H in der OPC Version ist zwar schick, aber leider nur von außen. Von innen (ich zitiere einen Freund aus Düsseldorf) sieht er aus wie “My first Sony”. Alles aus Plastik und gummierten Oberflächen, an denen alles haften bleibt, was irgendwie nach Schmutz und Staub aussieht. Da finde ich die Innenausstattung des Golf V oder des Scrirocco und des Eos weitaus komfortabler. Allein die Qualität der Sitze ist der blanke Hammer. Dazu noch die elektronischen Helferlein wie ESP, Climatronic, Sitzheizung etc. die ich beim Scirocco inklusive bekomme und welche beim Astra zum Beispiel extra kosten.

Eigentlich hatte ich mit einem Golf V GTI oder 1.4 TSI geliebäugelt, bin aber aufgrund der Tatsache, das einer meiner Freunde einen Scirocco R fährt dann doch in dessen Richtung gewandert. Schon als ich die Kiste das erste mal gesehen hatte, wollte ich auch so einen haben. Ich hatte schon als Jugendlicher ein Faible für den Scirocco II GTX. Damals hatte ich nur keinen Führerschein.

Der Scirocco 3 fährt sich traumhaft und hat einen sehr sportlichen Character. Die 250 nM Drehmoment liegen dank des Kompressors schon bei 1500 U/min an. Ab 3500 U/min wird an den Turbolader übergeben, der die 160 Pferde des kleinen 1.4 Liter Motor auf Leistung scheucht. Verbrauchstechnisch schlägt er meinen Astra um Welten. Mein Astra trinkt in der Stadt locker über 10 Liter aufgrund des Motortunings. Der Rocco begnügt sich mit 7,5 Litern. In der Versicherung und vor allem durch den kleinen Hubraum und die Euro5 ist er günstiger als der Astra in den Steuern.

Ob sich der Markenwechsel auszahlt und ob ich mit einem VW glücklich werde, kann ich nach einem Tag noch nicht sagen. Aktuell schwanke ich zwischen “Yaaaaay, ich hab einen Rocco” und zwischen “Musste denn das jetzt sein” hin und her. Aber das komische Gefühl hatte ich bei jedem der Autos, die ich gekauft habe. Das weicht irgendwann einem “Es ist mein Auto” Gefühl. Nur einen Unterschied gibt es bei dem neuen Wagen. Er ist erst 3 Jahre alt, hat noch ein Jahr Garantie und die kommenden Jahre brauche ich mir um den TÜV keine großen Sorgen zu machen.

Den Astra habe ich übrigens auch noch. Er bleibt mein Eigentum und wird von meiner Freundin gefahren. Dafür bekommt meine Tochter ihren Astra als Leihgabe gestellt. So hat am Ende jeder was davon und ich muss meinen treuen Weggefährten nicht irgendeinem verstrahlten Kind verkaufen, das den Astra dann mit einem Satz eBay Spoiler verschandelt und den Motor kaputt tritt, weil er denkt er würde einen Rennwagen fahren.

 
 

Virtuelle Motzerei

01 Mrz

Der Facebooker – Virtuell ein Revoluzzer, aber in echt zu faul um auf die Straße zu gehen.

Seit April 2011 hänge ich nun auf Facebook herum. In dieser Zeit ist mir eines ganz besonders aufgefallen. Wie sehr die Deutschen von Doppelmoral, Gutmenschsein und Stammtischniveau geprägt sind. Dazu kommt noch, das der Deutsche anscheinend vor allem eines ist. Nämlich rappelfaul.

Egal zu welchem Thema. Es gibt auf Facebook immer einen, der ein sogenanntes Kettenposting los tritt. Es wird sich in diesem Postings über alles mögliche aufgeregt. Sei es, dass in der Ukraine Hunde für die EM getötet werden, oder ob der Spritpreis in Deutschland steigt. Auch die Milliardenhilfen für die Griechen sind immer ein beliebtes Thema, das in meinen Mitmenschen anscheinend den unwiderstehlichen Drang auslöst, zum Thema entweder eigenen verbalen Smog abzulassen – oder noch schlimmer – den vorgekauten Sermon von anderen Menschen weiter zu “teilen”. Dabei wird nicht mal darauf geachtet, das man sich zum Teil auf ein absolut indiskutabeles Stammtischniveau begibt.

Der deutsche Facebooker zeigt gern, das er mitfühlend ist. Das er sich für die Schwachen einsetzt und das er das Leben über alles liebt und respektiert. Der Deutsche Facebooker wird nicht müde, seinem Umfeld mitzuteilen wie gut er ist, wie sehr er sich engagiert und das alles anders laufen würde, wenn er nur etwas zu sagen hätte.

Er protestiert gern, prangert gerne an und ist politisch sehr aktiv. Auch ist er ein besserer Bundestrainer als Jogi Löw und ein besserer Kanzler als unsere Frau Merkel. Eigentlich ist der deutsche Facebooker der perfekte Mensch. Erhaben, ehrlich und edelmütig. Erretter der Jungfrauen und Beschützer der Witwen und Waisen…

Und da wären wir beim eigentlichen Problem…

Denn das ist der deutsche Facebooker leider nur am Computer. Wenn es darum geht, dieses Engagement in die wirkliche Welt zu übertragen, kneift er und wird nicht müde, passende Gründe dafür zu präsentieren, warum er das nicht machen kann. Da ist er dann doch zu gemütlich, als das er seinen (sorry) faulen, fetten Arsch hoch bewegt,  um auf die Straße zu gehen und sich aktiv für die Dinge einsetzt, mit denen er seinen Facebook-Freunden Tag für Tag auf den Sender geht.

Es ist leicht aus der Ferne die Ukraine dafür zu verurteilen, wie sie streunende Hunde tötet. Wenn es aber darum geht, eines dieser Tiere zu adoptieren, haben sämtliche Leute zu kleine Wohnungen, oder gleich eine komische Allergie gegen Hunde. Es ist leicht aus der Ferne unsere politische Führungsriege als blöd und inkompetent hinzustellen und es ist vor allem auch leicht, den Sinn und Zweck von Hilfen für EU Staaten zu kritisieren, obwohl man nicht mal ansatzweise versteht, warum das absolut notwendig ist. In einer Partei politisch aktiv ist jedoch keiner der Beschwerdeführer.

Schwer hingegen ist es, gegen die Tiertötungen in der Ukraine auf die Straße zu gehen, der FIFA aktiv auf den Sack zu gehen und WIRKLICH alle Fußballspiele in der EM 2012 zu boykottieren. Auch die Produkte der Sponsoren wie Krombacher und Coca Cola müsste man ja dann meiden. Schwer ist es auch, sich aktiv politisch in einer Partei zu engagieren und daran mit zu arbeiten, das die aktuell regierende Politiker-Seilschaft sich nicht gegenüber dem Bürger alles herausnehmen kann, was sie will. Und schwer ist es auch, sich in die Verwicklungen der EU Staaten einzulesen und zu verstehen, warum man ein EU Mitglied in der Währungsunion halten muß, auch wenn das keinem gefällt.

Es erfordert halt Einsatz, kostet Zeit, Kraft und vor allem Engagement, all diese Dinge von denen man auf Facebook nur labert dann auch wirklich zu tun. Da ist es doch viel bequemer, mit dem fetten Arsch auf dem Sofa zu sitzen und in Facebook so zu tun, als sei man der Retter der Welt, während man Cola oder Krombacher säuft und Fussball schaut.

Da ist es natürlich leichter am 01.03 nicht tanken zu fahren und sich selbst zu belügen weil man einen Tag vor oder nachher tanken war und eigentlich eh nicht vor hatte am 01.03 zu tanken, oder (und das war wirklich der absolut krasseste Event, den ich jemals auf Facebook gesehen habe) an einer virtuellen Lichterkette, zum Gedenken an die Opfer von Norwegen teilzunehmen.

Ja leck mich doch am Arsch. Wie strunzfaul muss man eigentlich sein, wenn man seinen Arsch nicht mal mehr vor die Türe bewegt, um eine scheißverdammte Kerze anzuzünden?

 
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Tchibo-Wecker

01 Mrz

1 gefühltes Kilo mehr am Handgelenk . Die Fossil CH2537.

Früher schaute man auf das Mobiltelefon, wenn man wissen wollte, wie spät es ist. Aber seitdem die Dinger wieder größer, anstatt kleiner werden, wird jeder Blick auf das Teil zum Akt. Hülle aus der Tasche krosen, Telefon rausholen, auf den Homebutton drücken und schauen wie spät es ist. Dann das ganze wieder retour. Das nervte mich so extrem, das ich mich dazu entschied, mir eine Uhr zu kaufen.

Ich hatte schon diverse Uhren aus dem Billig-Segment. Dementsprechend war auch deren Lebensdauer. Die Uhr, die mir mein verstorbener Vater vermacht hatte (Eine Junghans Funkuhr) ist leider auch irreparabel defekt. Also musste etwas neues her, das auch mal was kann.

Da mein Kumpel Topper ein Uhren-Fan ist, fragte ich ihn nach seiner bevorzugten Marke. Er nannte mir “Fossil“. Zu meiner  Erleichterung stellte ich fest, das Fossil auch was für Normalsterbliche herstellt. Ich musste also keinen Kleinkredit aufnehmen, um eines dieser Zeiteisen zu erwerben.

Auf Ebay-Kleinanzeigen wurde ich schnell fündig. Meine Wahl fiel auf eine CH2537 mit gelb verspiegeltem Mineralglas. Neu kostet das Moped noch 129 Euro. Ich bekam sie neuwertig mit neuer Batterie für 69 Euro. Ich musste ganze drei Armbandglieder ausbauen, damit das Teil um meine anscheinend zierlichen Handgelenke passte.

Ich bin Uhren nicht gewöhnt. Solche Brocken schon gar nicht. An das Gewicht werde ich mich erst mal gewöhnen müssen. Momentan kommt es mir jedenfalls so vor, als würde ich ein zusätzliches Kilo am Handgelenk mit mir rumschleppen. Ein typisches 1st World Problem, schätze ich.

 
 

DSLR

28 Feb

I am not a photographer. I just have an overpriced camera.

Wie all die anderen Trendhuren, die keine Ahnung von digitaler Fotografie haben, sich aber vorkommen, als seien Sie Fotograf bei Reuters, nur weil sie eine DSLR haben, habe auch ich mich dazu hinreißen lassen, mir eine digitale Spiegelreflex-Kamera zu kaufen. Ich hatte bislang immer einen weiten Bogen um DSLRs gemacht, bin aber am Ende nicht drumherum gekommen. Ich stellte schnell fest, das ich mit meiner Point & Shoot Kamera (Sony DSC-W370) nicht sehr weit kommen würde. Etwas mit mehr Power musste her.

Ich habe lange mit mir gekämpft. Eine Bridgekamera oder doch eine DSLR? Wenn schon eine DSLR, von welcher Marke? Die Bridgekameras waren schnell aussortiert. Zwar sind sie gut, liegen aber preislich nicht weit genug von den DSLRs weg, damit sich ein Kauf rechtfertigen würde. Zumal sie dann doch zu limitiert sind, wenn man mal mehr machen möchte.

Es musste also eine DSLR her. Zur engeren Auswahl standen Canon, Nikon und Sony. Sony war aufgrund meiner extrem schlechten Erfahrungen mit anderen Sony-Produkten (Autoradios, MP3 Sticks, etc.) schnell ausgesondert. Die meisten Leute, die ich kenne, haben Canon. Das machte die Sache natürlich interessant, weil ich so ggfs. Zugriff auf die Erfahrungen meiner Freunde und auch auf deren Equipment haben würde. Auf der anderen Seite wurde mir mal gesagt das Leute, die eine Canon DSLR haben, nichts anderes als Hipsters sind, die auch ein iPhone haben. Die Wahl war schwer. Die Testberichte widersprachen sich zum Teil auch. Während der Test der D3000 auf digitalkamera.de der Kamera absolute Mittelmäßigkeit bescheinigte, lobte der Test in der Chip das Teil in den Himmel. Es war also nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen.

Es sollte ein gebrauchtes Einsteigermodell sein. Zur Auswahl standen da dann nur noch die Modelle Canon 1000d, 1100d und Nikon D3000 und D3100. Da ich noch am Anfang stehe und nicht weiss, ob mir die Fotografie überhaupt liegt, flogen die aktuellen Einsteigermodelle aus dem Raster. Blieben die Canon 1000d und die Nikon D3000. Beide gebraucht im Kit mit 18-55mm Objektiv für ca. 300 bis 350 Euro zu bekommen.

Die Testberichte bescheinigten beiden gute Kritiken. Die einhellige Meinung sagte aber aus, das die Nikon besser verarbeitet sei, als die Canon. Ich tendierte aufgrund der Testberichte dann langsam in Richtung Nikon. Als ich dann auf Ebay-Kleinanzeigen eine Nikon D3000 mit 18-55mm Objektiv in OVP gebraucht für 250 Euro sah, war die Entscheidung getroffen. Ich schlug sofort zu.

Gestern habe ich das gute Stück abgeholt und sofort ausprobiert. Meine Katze musste unfreiwillig erst mal als Fotomodell herhalten, was sie mit grimmigen Blicken quittierte. Getreu dem Motto “Noch viel lernen Du musst, junger Padawan” mache ich mich gerade daran die Basics der DSLR Fotografie zu lernen. Ich kann es gar nicht abwarten, bis endlich schönes Wetter herrscht und ich vor die Tür kann, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Schauen wir mal, was der Gerrit so vor die Linse bekommt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

 
 

1,71,9

22 Feb

Auto fahren – Bald etwas für Reiche?

Als ich heute morgen schlaftrunken über die Langerfelder-Straße in Richtung Arbeit rollte, hätte ich fast einen Kabelbrand im Herzschrittmacher bekommen (zum Glück habe ich noch keinen Herzschrittmacher). Der Spritpreis an der lokalen Aral-Tanke lag bei stolzen €1,71 für einen Liter Super-Oktansaft.

Schuld ist dieses mal übrigens die endlichkeit unserer fossilen Brennstoffe. Auf einmal hat man festgestellt, das Öl eine endliche Ressource ist und soetwas rechtfertigt natürlich eine satte Preiserhöhung von fast 20 Cent in nur 4 Wochen. Das ist, wie der Brite sagen würde “shocking”.

Also wenn es nicht die Chinesen sind, die uns den ganzen Sprit vor der Nase weg kaufen, sind es entweder die Libyer mit Ihrer Krise, die mit ihren pornösen 1% am Weltmarkt präsent und somit unsagbar wichtig sind, oder die Syrer, die ja bekanntlich auch zu den Weltmarktführtern bei der Ölversorgung der Welt zählen. Oder es sind die Iraner, die neuerdings einen auf Atom-Macht machen. Leute…mal ganz ehrlich, für wie bescheuert haltet Ihr uns eigentlich? Ich musste schon glucksen, als man versuchte die Preiserhöhungen beim Brot damit zu begründen, das die Chinesen neuerdings so gern Brot essen und den Weltmarkt leer kaufen.

Spätestens seitdem die Preise für Festplatten um 300% stiegen, nur weil in Thailand ein paar Fabriken abgesoffen sind, weiss doch jedes Kind das man durch künstliche Verknappung, oder das bloße erwähnen von Verknappung den Preis locker nach oben treibt, weil jeder in Panik noch schnell kaufen will.

Der Preis für Öl wird schon lange nicht mehr durch politische Aktionen beeinflusst. lediglich die Herren Zocker an der Börse, die mit Rohstoffen zocken bestimmen den Preis. Sonst keiner. Und wenn das fass Rohöl dort plötzlich anstelle von 60 nun 100 Dollar gehandelt wird, ist dem nun mal so. Da die Herren aus den Chefetagen der Mineralölkonzerne so etwas gern sehen und auch daran verdienen wollen, hauen die direkt noch etwas auf den Preis an der Zapfsäule drauf.

Warum reagieren die Regierungen nicht auf eine solche Lage und zwingen das Ölkartell in die Knie? Ganz einfach. Die Politik hat da absolut kein Interesse dran, denn die bekommt automatisch mehr Steuern in die Kassen gespült. Aktuell pro Liter Super satte 95 Cent.

Die Prognosen sind ziemlich düster. Experten reden von Spritpreisen jenseits der 2 Euro pro Liter. Autofahren wird in Zukunft nur etwas für die sein, die das Geld dazu haben. Die Bürger, die Jobbedingt am unteren Ende der Nahrungskette stehen, werden die Auswirkungen als erste zu spüren bekommen, wenn sich plötzlich die Frage stellt, ob man am Wochenende in ein Restaurant oder doch lieber das Auto tanken möchte.

Ich für meinen Teil ziehe was gutes aus der Sache. Für mich bedeutet das, das ich ab dem Punkt wo das Wetter es zulässt wieder mit dem Rad unterwegs sein werde. So habe ich doppelt gepunktet. Erstens spare ich Geld und zweitens werde ich schlanker.

Danke, liebe Ölindustrie. Für die Motivation fit zu bleiben.

 
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